Unsere Reiseländer

jugoslktSprechen wir von den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, dann handelt es sich um eine Gegend, die nicht weit von unseren Landesgrenzen entfernt liegt. Und doch gibt es in kultureller und landschaftlicher Hinsicht interessante und erstaunliche Unterschiede. Der “Balkan” selbst ist ein Schmelztiegel der Geschichte, was sowohl eine Folge der historischen Ereignisse wie auch der geografischen Lage der Gegend ist. Auch heute noch finden wir in dieser Gegend eine grosse kulturelle Durchmischung.

Die Gegend, welche in Form von Jugoslawien zwischen 1945 und 1991 ein Land bildete, besteht heute aus 7 Ländern (Slowenien, Kroatien, Serbien, Kosovo, Bosnien-Hercegowina, Montenegro und Mazedonien). Wobei hier angefügt werden muss, dass der Staat Kosovo nicht von allen Ländern anerkannt wurde. Von diesen Staaten haben die einen bereits den Sprung in die EU gemacht, andere stehen in der nahen Warteschlaufe und die dritten sind noch weit von einer Mitgliedschaft im Verein der EU-Staaten entfernt. Das wirtschaftliche Gefälle innerhalb dieser Staaten ist enorm, stark geprägt auch durch den verheerenden Krieg in den Jahren 1991-1995.

Slowenien, ein Land welches schon während der Zeit Jugoslawiens als Schweiz des Balkans gehandelt wurde, steht auch heute noch an einer ganz anderen Stelle als andere Länder des ehemaligen Jugoslawien. Schweizer, welche noch nie in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien zu Gast waren, können sich nur schwer ein Bild von den Menschen und dem Leben dort machen. Wer einmal die Gastfreundschaft in Bosnien-Hercegowina genossen und gleichzeitig die Armut der Gastgeber erlebt hat, wird mit anderen Augen zurück in die Schweiz kommen.

Für viele Menschen aus Slowenien versprüht Bosnien-Hercegowina noch immer den Geist Jugoslawiens. Ein Besuch in diesem Land kann einer Art Zeitreise gleich kommen. Denn in Bosnien-Hercegowina hat die Anpassung an EU-Normen noch nicht in dermassen vielen Bereichen stattgefunden wie in anderen Ländern Ex-Jugoslawiens.

Gerade weil sich die Schweiz in vielen Gesichtspunkten von unseren Reiseländern unterscheidet, erachten wir es als wichtig, dass es die Möglichkeit eines Austausches gibt. Denn es ist ja eben nicht so, dass nur die sogenannt entwickelteren Ländern den weniger entwickelten Ländern zeigen wo es lang gehen soll. Alle können etwas voneinander lernen, man muss sich nur darauf einlassen.