Individuelle Angebote

begehbar Reisen stellt sich auch zur Ausarbeitung individueller Reisewünsche zur Verfügung. So ist es möglich, auch ausserhalb der offiziellen Touren in den Genuss von begehbar-Reisen zu kommen. Vielleicht möchtest du gerne zusammen mit deiner Familie eine Woche Ferien in Slowenien machen und würdest davon gerne zwei Tage mit begehbar unterwegs sein. Vielleicht bist du in Österreich in den Ferien und würdest gerne einen Ausflug nach Slowenien unternehmen. Vielleicht hast du aber auch nur Fragen bezüglich einer längeren Reise in den Ländern des Westbalkan.

Gerne planen wir deinen Aufenthalt, deine Reise oder einen Teil des Reiseprogrammes mit dir zusammen.

Nun da es langsam wieder wärmer wird regt sich bei einigen von Fernweh „gepeinigten“ Gemüter sicher auch wieder der Wunsch nach einer kleinen oder grösseren Reise. Letzten Frühling konnten wir Maria und Ariane dabei helfen, ihre zwei wöchige Reise durch Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina zu planen. Die von uns vermittelten Kontakte haben den beiden jungen Frauen geholfen, mehr über die Gegend zu verstehen. Gerne beraten wir auch dich!

Hier nun ein kurzer Reisebeschrieb von Ariane und Maria:

MostarWir wollten uns zwei Wochen Zeit nehmen, um den Balkan kennen zu lernen. Eine Region, von der wir so viel hören und so wenig wissen. Mitte Mai sind wir nach Belgrad aufgebrochen. Nach zwei Tagen in der – anders als der Name verspricht – nicht ganz so weissen Grossstadt bestiegen wir den Nachtzug nach Podgorica, Montenegros Hauptstadt. Nur einen Morgen hatten wir Zeit, um die grüne und gemütliche Stadt zu erkunden. So spazierten wir durch die historische Altstadt mit dem schlanken Glockenturm, vorbei an vielen Baustellen und sozialistischen Wohnblöcken über die Millenium Brücke bis zum Denkmal für Vladimir Vysotsky, den russischen Chansonnier. Niemand schien zu wissen, weshalb ihm gerade in Podgorica ein Denkmal errichtet wurde. Nach einem Mittagessen mit Oliven, Kajmak-Käse und warmem Brot ging es mit dem Bus weiter an die Küste, nach Sveti Stefan. Das pittoreske Dörfchen auf der kleinen Insel ist heute leider nur noch für Gäste des luxuriösen Aman Resorts zugänglich. Es hat uns nichts ausgemacht, ist doch die Aussicht vom Festland noch viel schöner. Nach zwei Tagen Strand und Sonne fuhren wir entlang der Küste nach Trebinje, Bosnien und Herzegowinas südlichste Stadt. Das Städtchen wirkte etwas verschlafen, wir beobachteten die Einkäufer auf dem Gemüsemarkt und tranken bosnischen Kaffee. Tags darauf kamen wir nach einer dreistündigen Busfahrt in Mostar an, wo wir die berühmte alte Brücke über die Neretva bestaunten. 1993 durch kroatischen Beschuss zerstört, spazieren heute wieder unzählige Touristen darüber. Abseits des historischen Zentrums sind die Spuren des Krieges an mancher Hausfassade noch sichtbar. Unser Gastgeber im Hostel sprach fliessend deutsch – er lebte in Nürnberg – und empfahl uns, Buredcizi zu versuchen. Die Teigzigarren mit Hackfleischfüllung gibt es an jeder Ecke und sie sind köstlich! Am nächsten Tag fuhren wir nach Sarajevo. Hier sprach unsere Gastgeberin französisch: 14 Jahre lebte sie mit ihrer Familie in der Romandie. In Sarajevo beeindruckte uns der eigenartige Mix aus türkischer Altstadt, österreich-ungarischen Prunkbauten (das Hauptpostamt!) und klobigen sozialistischen Bauwerken. Mit dem Zug fuhren wir schliesslich tagsüber zurück nach Belgrad, von wo wir mit bosnischem Kirschenschnaps und zahlreichen Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck den Rückweg in die Schweiz antraten.

Maria und Ariane, Mai 2012